Adobe Lightroom
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Allgemein:
Mit Adobe Lightroom ist eine verlustfreie Bildbearbeitung mit Raw-Dateien möglich. Man kann nach Belieben experimentieren, da die Originaldatei nicht verändert wird. Außerdem kann man mehrere Versionen (Virtuelle Kopie) eines Fotos anlegen.
Mit Werkzeugen speziell für Fotografen entwickelt, kann man das Maximum aus einem Foto herausholen. Adobe Lightroom unterstützt Rohdaten von mehr als 290 verschiedenen Kameramodellen sowie Tiff- und Jpeg-Dateien.
Weitere wichtigste Funktionen im Überblick:
Feinanpassung in Farbton, Luminanz, Kontrast und Sättigung
Spezielle Regler, lassen einfach Korrekturen vornehmen in jeweils 8 Farbkanälen.
Übersichtliche Verwaltung
In der Bibliothek kann man Bilder umbenennen, Beschriftungen hinzufügen und bewerten.
Einfache Veröffentlichung im Web
Man kann einfach auf verschiedene Fotodienste (Flickr, Facebook,...) zugreifen und die Bilder online stellen.
Verknüpfung zu Adobe Photoshop
Direkt in Lightroom ist es möglich, Fotos in Photoshop zu exportieren, um sie da weiter zu bearbeiten. Nach Sicherung sind die Änderungen auch in Lightroom sichtbar.
Sehr gute Rauschreduzierung
Speziell Bilder mit hohen ISO-Werten lassen sich leicht und ohne großen Aufwand mit den Werkzeugen von Lightroom verbessern.
Anpassung mehrer Bilder
Mit der Synchronisieren-Funktion kann man im nu mehrere Bilder mit den gleichen Einstellungen entwickeln
64-Bit-Unterstützung
Dank der 64-Bit Version des Programmes, werden Arbeitsschritte und Bearbeitungsvorgänge beschleunigt.
Diashow Erstellung
Diashows mit Hintergrundmusik lassen sich direkt in Lightroom machen und als Video bzw HD-Video ausgeben.
Mit Adobe Lightroom lassen sich einfache Layouts für den Druck erstellen. Mit den speziellen Werkzeugen des Printlayouts lassen sich die Bilder per Drag-and-Drop auf eine Seite ziehen und beliebig in der Größe anpassen und platzieren.
Bilder in Lightroom importieren:
Bilder von einer Kamera/Speicherkarte werden automatisch als Kopie importiert. Man kann aber auswählen, dass Lightroom die Bilder als DNG einfügt und somit das Raw-Dateiformat der Kamera (CR2, ARW...) in ein allgemeines Raw-Format konvertiert. DNG ist das Standart-Rohdatenformat das 2004 von Adobe entwickelt wurde. (mehr dazu unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Negativ)Die Bilder die importiert werden sollen, werden mittels Häkchen markiert. Danach wählt man den Zielort, wo die Bilder gespeichert werden sollen. Direkt beim Import kann man die Bilder umbenennen (z.B. nach Datum etc). Diese Funktion ist sehr praktisch, wenn man Bilder aus verschiedenen Speicherkarten importieren möchte. Man kann während des imports auch Metadaten anhängen und Stichwörter befügen. Mit einem Klick auf „Importieren“ werden die Bilder in die Bibliothek eingefügt.
Importvorgaben
Importvorgaben machen Sinn, wenn man weiß, dass man z.B. immer in einen bestimmten Zielordner importieren möchte oder mit gleichen Entwicklungseinstellungen und Metadaten arbeiten möchte. Man kann die Importvorgaben sichern und bei jedem neuen Fotoimport auswählen.
Markierung und Bewertung
Die Bilder können in der Bibliothek einerseits genau wie in der Bridge mit Sternen bewertet werden, andererseits ist eine Bewertung über das Tasterturkürzel (Shift+Zahl 1-5) möglich.
Die Ad-hoc Entwicklung
Diese Entwicklung nimmt man noch in der Bibliothek vor. Sie hat nicht so viele Einstellungsmöglichkeiten, eignet sich aber gut gewisse Einstellungen zu treffen, die man bei der Aufnahme des Bildes vergessen hat (z. B. den Weißabgleich).
Die Regler und Werkzeuge kurz erklärt
Den Weißabgleich einstellen
Im Entwickeln-Modul befindet sich im Bedienfeld Grundeinstellungen das Pop-up Menü Weißabgleich. Man kann hier die selben Einstellungen noch einmal treffen, wie beim Fotografieren. Man kann unter den Einstellungen „Wie Aufnahme“, „Automatisch“, „Tageslicht“, „Bewölkt“, „Schatten“, „Wolframlampenlicht“, „Leuchtsoffröhrenlicht“ und„Blitz“ wählen. Weiters gibt es zwei Regler, um den Weißabgleich manuell einzustellen.
Die Belichtung einstellen
Um ein Bild generell aufzuhellen/abzudunkeln gibt es den Belichtungsregler im Bedienfeld Grundeinstellungen. Mit diesem Regler muss man behutsam und vorsichtig umgehen, sonst kann es schnell zu Ausreißern in den Tiefen oder Lichtern kommen. Um dies frühzeitig zu erkennen, klickt man im Histogramm auf das kleine Dreieck im rechten oberen Eck um beschnittene Lichter zu sehen oder auf das Dreieck links um beschnittene Tiefen zu erkennen. Beschnitte Bereiche in den Lichtern werden in rot angezeigt, Beschneidungen in den Tiefen werden in blau angezeigt.
Der Wiederherstellungs-Regler
Wenn man diesen Regler nach rechts zieht, werden nur die hellsten Lichter zurückgenommen. Das ist eine gute Technik um beschnittene Lichter wieder zurückzuholen, ohne dabei die Belichtung des gesamten Bildes zu verändern.
Der Aufhelllicht-Regler
Dieser Regler wird zum Korrigieren von Gegenlichtfotos verwendet. Wenn man den Regler nach rechts zieht, werden die dunkelsten Bereiche im Bild aufgehellt. Man sollte jedoch diesen Regler mit Vorsicht verwenden, da es bei zu starker Aufhellung zu massiven Bildrauschen führen kann.
Der Schwarz-Regler
Der Schwarz-Regler hingegen, passt die Tiefen eines Bildes an. Wenn man den Regler nach rechts zieht, dunkelt man diese ab, zieht man sie nach links hellt man diese wieder auf.
Der Helligkeitsregler
Der Helligkeitsregler agiert als Gammaregler. Um die Mitteltöne aufzuhellen, zieht man den Regler nach rechts, um diese abzudunkeln zieht man den Regler nach links.
Der Kontrastregler
Der Kontrastregler funktioniert im Prinzip gleich wie in Photoshop. Um optimale Kontrasteinstellungen zu machen, sollte man jedoch die Gradationskurven verwenden.
Der Klarheit-Regler
Dieser Regler erhöht den Mitteltonkontrast. Durch dies bekommen die Bilder mehr „Biss“. Es wirkt dann so, als ob man die Mitteltöne scharf gezeichnet hätte. Diese Effekt ist besonders bei Architekturaufnahmen oder Landschaftsaufnahmen erwünscht. Bei Frauenportraits kann man den Regler auf einen negativen Wert setzen, um ein „weiches“ Ergebnis zu erzielen.
Der Sättigungsregler
Der Sättigungsregler intensiviert die Farbtöne gleichmäßig, dies wirkt oft grob und übersättigt.
Der Dynamikregler
Der Regler Dynamik wirkt sich hauptsächlich auf flaue und wenig gesättigte Bildbereiche aus. Bereits gesättigte Farben werden ignoriert und nur kaum verändert. Hauttöne werden fast ganz ignoriert. Durch den Dynamikregler wirkt die Farbsättigung realistischer als beim Sättigungsregler.