Digitale Fotografie
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Einführung
Als Digitalfotografie wird die Fotografie mithilfe einer digitalen Fotokamera bezeichnet. Im ersten Kapitel werden die fundamentalen Grundlagen der Fotografie genauer erklärt.
Licht und Schatten
In der Fotografie übernimmt das Licht eine wichtige Rolle, es ist eines der wichtigsten Bildgestaltungsmittel. Das wird deutlich, wenn Seitenlicht die Struktur eines schönen Gebäudes betont oder Gegenlicht die Farben eines Blumenstraußes zum Leuchten bringt. Ein Lichtstrahl der durch die Wolkendecke bricht kann ebenso ein schönes Motiv sein wie der rote Abendhimmel. Doch nicht nur das Licht ist wichtig, auch der Schatten gilt als Bildgestaltungsmittel. Schatten kann einem Bild zusätzlich Tiefe geben jedoch ist wichtig, dass der Schatten das Bild inhaltlich trägt und genügend Details zu erkennen sind.
Belichtungsmessung
Belichtungsmessung ist die zusammenfassende Bezeichnung für eine passende Kombination von Verschlusszeit und Blende, durch diese Kombination kann ein Bild richtig belichtet werden.
Blende
Die Blende befindet sich im Objektiv und regelt den Lichtdurchlass durch das Objektiv. Vergleichbar ist das mit einem Rollo an einem Fenster, das man herunter lässt, wenn die Sonne zu stark ins Zimmer scheint. Bei einem Objektiv geschieht das jedoch nicht von oben nach unten sondern kreisförmig von außen nach innen. Die Blende steuert jedoch nicht nur die Stärke der Belichtung sondern auch die Tiefenschärfe. Je größer die Blendenzahl (desto kleiner die Blendenöffnung)desto schärfer der Bereich des Motives. Damit ist die Blende auch ein wichtiges Element der Bildgestaltung.
Bokeh
Bei einem Bokeh handelt es sich um einen in der Fotografie verwendeten Begriff um die unscharfen Bereiche zu kennzeichnen. Dabei geht es nicht um die Stärke der Unschärfe sondern wie die Unschärfebereiche aussehen. Bei der Fotografie bestimmter Motive wird der Hintergrund bewusst unscharf gehalten, um die Ablenkung des Betrachters vom Hauptmotiv zu reduzieren. Die unterschiedlichen Erscheinungsformen der unscharfen Bereiche und auch die Qualitätdes Übergangs nenntn man Bokeh eines Objektives. Perfektes Bokeh: Die Unschärfe verläuft weich und gleichmäßig nach hinten, Linien scheinen nicht verdoppelt und Spitzlichter sind rund ohne scharf abgegrenzte Ränder. Gutes Bokeh: Auch hier verläuft die Unschärfe weich und gleichmäßig, Spitzlichter erscheinen leicht vieleckig aber ohne scharf abgegrenzte Ränder. Schlechtes Bokeh: Der Unschärfebereich wirkt hier sehr unruhig. Kanten im Hintergrund scheinen verdoppelt und sind stark sichtbar. Spitzlichter haben eine polygonale Form mit stark abgegrenzten Kanten. Für ein Bild mit Zerstreuungskreisen muss man die Blende weit öffnen (=kleine Blendenzahl) um ein schönes Bokeh im Hintergrund zu bekommen.
Brennweite
Die Brennweite ist vereinfacht betrachtet die Entfernung einer Linse zu ihrem Brennpunkt. Durch die Brennweite wird der Bildausschnitt bestimmt. Wenn man etwas betrachtet ohne den Kopf zu bewegen, erfasst man ein Blickfeld, das vom Kopf ausgehend ein einem bestimmten Winkel breiter und höher wird, je weiter der beobachtete Gegenstand entfernt ist. Größere Gegenstände kann man also erst betrachten, wenn man weiter davon entfernt ist. Diesen Blickwinkel besitzt in etwa ein Objektiv von 50mm Brennweite.
Neue Perspektiven
Manchmal sollte man auch versuchen einen anderen Blickwinkel auf Motive zu bekommen. Sich loslösen von gewohnten Sehmustern und auf neue Ebenen gehen. Verändern Sie Ihren Standpunkt, Ihre Perspektive und Ihren Blickwinkel. Durch eine extreme Untersicht wirken Objekte oft größer und wichtiger in einem Bild als von oben.
Portraitfotografie
Für Portraitfotos eignen sich am Besten Spiegelreflexkameras mit einem lichtstarken Objektiv und einer konstanten Blende von 2,0. Eine kleine Blende und ein lichtstarkes Objektiv ermöglichen weniger Schärfentiefe, so hebt sich die Person besser vom Hintergrund ab. Weiters ist eine Brennweite von 50-85mm günstig, da diese einen Bildwinkel hat der den natürlichen Sehgewohnheiten entspricht. Bei Außenaufnahmen reicht das natürliche Licht vollkommen aus, bei Innen- oder Studioaufnahmen kommt man um künstliches Licht nicht herum. Man kann Baustrahler verwenden, welche eine warme Lichttemperatur haben (jedoch wärmer als das Tageslicht) oder man verwendet Kaltlichtlampen, diese haben eine geringere Wärmeleistung und ihre Lichtstärke ist höher als die von Baustrahlern. Wichtig ist es auch vor dem Shooting zu wissen was man genau abbilden möchte: Wollen Sie ihr Model realistisch abbilden oder wollen sie eher einen bestimmten Charakterzug hervorheben? Soll das Bild später eine bestimmte Geschichte erzählen oder wollen sie beim Betrachter Reaktionen auslösen? Auch in einem Bild schaut man gewohnt von links nach rechts. Man kann den Blick jedoch lenken - mittels Horizontlinien oder Blickrichtungen der Models. So wirkt das Bild spannender und lenkt den Blick auf andere Bereiche als gewohnt. Auch die Symetrie kann ausschlaggebend sein, ob ein Bild harmonisch und spannend wirkt. Gleichmäßige Proportionen und Symetrien in Portraits empfinden die meisten Menschen als schön.
High Key Fotografie
Wird eher für Beauty Aufnahmen verwendet. Hierbei wird auf einen möglichst geringen Kontrastumfang geachtet und helle Töne ohne Überstrahlung. Es wird mit weichem Licht gearbeitet, welches keine harten Schatten wirft und so Schwarzausreisser vermeidet.
Low Key Fotografie
Im Gegensatz zu High Key wird bei Low Key darauf geachtet möglichst dunkle Tonwerte darzustellen. Man sollte diese Technik aber auch nicht mit einer Unterbelichtung verwechseln. Hauptsächlich wird Low Key in der Schwarzweißfotografie verwendet und weißt viele dunkle Bereiche auf. Objekte werden mit einem schwachen Hauptlicht beleuchtet und weißen keine Weißausreisser auf.
Landschaftsfotografie
Für weitläufige Aufnahmen verwendet man am Besten ein Weitwinkelobjektiv, für Motive die weiter weg sind nimmt man ein Teleobjektiv und für kleine Motive wie Insekten oder Blumen eignet sich das Makroobjektiv am ehesten.
Teilungsregel
Eine einfache Grundregel für einen perfekten Bildaufbau ist die Dreiteilung des Bildes. Wenn man das Bild horizontal und vertikal in drei Teile faltet so ergeben sich Schnittpunkte welche einen harmonischen Bildaufbau ergeben. Legt man zum Beispiel die Horizontlinie auf einen der unteren Schnittpunkte so wird der Horizont mehr betont. Legt man die Horizontlinie auf einen der oberen Schnittpunkte so betont man die Landschaft mehr.
Der Goldene Schnitt
Oder auch göttliche Teilung genannt ist ein wichtiges Bildgestaltungsmittel. Der Goldene Schnitt ist das Verhältnis zweier Zahlen. In der Kunst und Architektur wird er oft als ideale Proportion verschiedener Längen zueinander angesehen. Er gilt als Inbegriff von Ästhetik und Harmonie. Der menschliche Körper ist ebenfalls nach dem Goldenen Schnitt aufgeteilt, wenn man die Lage des Bauchnabels betrachtet. NIcht zuletzt beruht das DIN-Format von Papier auf diesem Seitenverhältnis. Mathematisch gesehen: Die Länger der Strecke A verhält sich zur Länge der Strecke B wie A+B zu A.