Motion Tracking
Aus Wiki2.wda-innsbruck.at
Inhaltsverzeichnis |
Definition
Motion Tracking ist eine Animationstechnik, bei der aus zumeist real gefilmtem Bildmaterial die Bewegung eines Objektes oder der Kamera ausgelesen wird. Man erhält für frei markierbare Bildpunkte die Bewegungskoordinaten, die man dann für andere Funktionen nutzen kann. Im einfachsten Fall lässt sich das Wackeln der Kamera ausgleichen, in anspruchsvolleren Fällen können Objekte aus dem Realbild und deren Bewegung durch CGI-generierte Objekte ersetzt werden. Das Motion-Tracking-Verfahren liefert dafür automatisch die Bewegungsdaten, die man sonst mühsam mit der Hand nachanimieren müsste.
Matchmoving ist ein anderer Teil des Motiontrackings und bezeichnet eine Technik im Film, die es erlaubt, virtuelle Objekte in bewegte Film- oder Video-Aufnahmen einzusetzen. Dabei werden die Bewegungen verschiedener Objekte in den Aufnahmen verfolgt (Tracking). Anhand der Verschiebung der Objekte zueinander wird erst die Position der Objekte im Raum und dann die Bewegung und der Bildwinkel der realen Kamera errechnet.
Software für Motiontracking/Matchmoving
- Voodoo (freeware)
- Scenespector VooCAT
- Icarus
- Maya Live
- The Pixel Farm PFTrack
- PFHoe
- REALVIZ MatchMover
- Science.D.Visions 3DEqualizer
- Andersson Technologies SynthEyes
- 2d3 boujou
Beispielclips
Typo [1]
Twisted Reality [2]
Spidermouse [3]
Tutorials
Ein gutes Motiontracking-Tutorial gibt es auf Videocopilot, das relativ schnell gemacht ist und ein tooles Egebnis liefert.
Demon Face [4]
Magic Tracking [5]
Workflow
Aufnahme des Materials:
- Vorausdenken: wo gehört die Animation hin, wo muss man Platz lassen?
- richtige Ausleuchtung: ohne Licht keine guten Trackpoints
- Markierungen für Tracker setzten: Tape, Marker, usw
- Format
Import des Videomaterials:
- richtige Einstellungen beim Import
- Abspeichern unter eindeutigen Namen: Scene_1, Scene_2, usw
Ausgabe des Videomaterials:
- immer als TIFF-Sequenz
- Benennung ist sehr wichtig
- Format
Animation in 3D-Programm erstellen:
- Videomaterial als Hintergrund laden: zur leichten Komposition und Überprüfung der Position oder Größe
- Animation erstellen
- Ausgabe der Animation: TIFF-Sequenz mit Alphakanal
Import in das Trackingprogramm:
- richtige Importeinstellungen verwenden: selbe wie Videomaterial, sonst Fehler beim Tracking
Tracking:
- bei jedem Programm etwas anders
- Sauberkeit des Trackings überprüfen
Ausgabe Trackingdata:
- richtige Ausgbeeinstellung verwenden: ASCII bei AfterEffects, Lightwave bei Cinema4D
- am besten mit Testobjekt
- Skalierung beachten
Import in Compositing Programm:
- Einstelung der Kompositions beachten
- Videomaterial als TIFF-Sequenz laden
- Tracking-Daten laden
- Animationen laden